BHAK/BHAS Hollabrunn

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Aus der Geschichte lernen




BHAK Schülerinnen und Schüler besuchen das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz/Birkenau.

Die Schülerinnen und Schüler der BHAK Hollabrunn gehen durch die dunklen, bedrückenden Räume von Block 5 im Auschwitz-1-Stammlager.

Es zieht in den alten Backsteinhäusern der ehemaligen Kaserne. Die Jugendlichen bleiben wie angewurzelt stehen, als sie die Berge von zerbrochenen Brillen, alten Koffern, Schuhen, Haushaltsgeräten, Fotos und Kleidungsstücken hinter den Glaswänden sehen. Dinge - die den todgeweihten Gefangenen im durchgeplanten Lager direkt nach ihrer Deportation nach Auschwitz abgenommen worden sind. Wut, Verzweiflung, Unverständnis machen sich unter den jungen Leuten breit: "Unfassbar, dass so etwas passieren konnte!"

Eine weitere, sehr intensive Vertiefung der Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen ermöglicht ein Gespräch mit der heute 87-jährigen Niusia Horowitz-Karakulska, der letzten in Polen lebenden Schindlerjüdin. Im Alter von 8 Jahren begann Frau Horowitz-Karakulskas Zeit in Gefangenschaft. 1941 wurde sie ins Ghetto Krakau deportiert, 1943 ins Gefangenenlager Plaszow übersiedelt, wo sie in der Bürstenfabrik Zwangsarbeit leisten musste. 1944 wurde sie ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Zweimal schickte man sie zur Vergasung ins Krematiorium, sie konnte sich jedes Mal verstecken und überlebte. Oskar Schindler suchte sie aus zur Arbeit in seiner Metall-Fabrik in Brünnlitz und rettete ihr damit das Leben. 1945 wurde sie befreit - gemeinsam mit 1100 Juden - den Schindlerjuden - denen Oskar Schindler das Leben rettete.

Frau Horrowitz berichtet eindrucksvoll von der Zeit im Ghetto, berichtet über die katastrophalen Zustände im Lager Plaszow und über Oskar Schindler - "ihren Helden", dem sie ihr Leben verdankt. Mehrere Stunden lang berichtet sie bewegt und ergriffen von dieser Zeit und wird nicht müde, die vielen Fragen der Jugendlichen zu beantworten. Die temperamentvolle Dame zieht die jungen Zuhörer in den Bann ihrer detailreichen Erzählungen, berichtet auch von Ihren Gesprächen mit Steven Spielberg, der 1993 den Spielfilm "Schindlers Liste" an den Originalschauplätzen im Krakauer Stadtteil Kazimierzs gedreht hat.

Deutlich erinnert sie die Schülerinnen und Schüler immer wieder an ihre wichtige Aufgabe, der Welt den Frieden zu erhalten.

Foto: Zeitzeugin Niusia Horowitz-Karakulska, Mag. Annemarie Bierbaumer, Mag. Christian Suchy
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