BHAK/BHAS Hollabrunn

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2020 Hollabrunn
Österreich

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Keramik Schwimmbecken
Compass Swimmingpool

Kultur


 

Jede Menge Raum für Kultur



Die BHAK/BHAS Hollabrunn bietet ihren interessierten Schülerinnen und Schülern ein vielseitiges Angebot an kulturellen Aktivitäten. Der Bogen spannt sich dabei von Theaterbesuchen über Ausflüge bis hin zu Exkursionen.

 

"Verzeihen ja - vergessen darf man nie"



Aus der Geschichte lernen - BHAK Schülerinnen und Schüler besuchen ehemaliges Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

"Unfassbar, dass so etwas passieren konnte", dachten sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Jahrgänge der BHAK Hollabrunn, als sie beim Besuch des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erfuhren, was hier vor über 70 Jahren passiert ist. Im Rahmen eines Zeitzeugenprojekts unternahm die Gruppe mit ihren Lehrkräften eine viertägige Exkursion nach Oswiecim in Polen, in deren Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit dem Holocaust als zentralem Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands im 2. Weltkrieg stand.

Der Besuch in Auschwitz erstreckte sich über drei Tage. Nach einem einleitenden Workshop mit dem Thema "Verbrecherische medizinische Experimente in Auschwitz" erfolgte am darauffolgenden Tag eine sehr eindrucksvolle Führung durch das Stammlager Auschwitz 1. Anschließend besichtigten die Schülerinnen und Schüler das Vernichtungslager Birkenau, in welchem die systematische Vernichtung von Juden durchgeführt worden war. Nicht nur die Berge von Koffern der Ermordeten mit Namen, Anschrift und Alter machten die jugendlichen Besucher fassungslos, allein die Größe des Vernichtungslagers Birkenau erschütterte sie.

Eine weitere Vertiefung der Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen ermöglichte ein Gespräch mit dem heute 96-jährigen Zeitzeugen Karol Tendera, der damals als 19-jähriger Oberschüler von den Deutschen verhaftet und in Auschwitz inhaftiert worden war. Er berichtete eindrucksvoll von seiner Lagerhaft, erklärte, wie er Auschwitz erlebt und vor allem überlebt hat. Mehrere Stunden lang erzählte er seine zutiefst berührende Geschichte und zeigte uns seine eintätowierte Häftlingsnummer, was das furchtbare Geschehen noch realer werden ließ. Herrn Tenderas Bericht drängte die Schülerinnen und Schüler zu zahlreichen Fragen, die er sehr ausführlich und unermüdlich beantwortete. Der temperamentvolle ältere Herr zog die 40 jungen Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann seiner detailreichen Erzählung. Dabei verdeutlichte er den Jugendlichen immer wieder ihre zukünftigen Einflussmöglichkeiten in der Gesellschaft und konfrontierte sie mit manchmal überraschenden Lebensweisheiten.

Den Abschluss unserer Projektwoche bildete die Fahrt in die 60 km entfernte Stadt Krakau, wo die Schülerinnen und Schüler an einer Führung durch die Altstadt und das Judenviertel Kazimierz teilnahmen. Der Besuch dieser schönen Stadt an der Weichsel war ein willkommenes und wichtiges Abwechslungsprogramm nach den anstrengenden und emotionalen Tagen.
Die 5. Jahrgänge mit dem Zeitzeugen Herrn Tenderas und ihren Lehrkräften
 

Letzte Schultage einmal anders - ganz im Zeichen von Sprachunterricht



31 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2 AK und 2 CK hatten vom 26. bis 28. Juni 2017 die Gelegenheit, unter der Leitung von Matthew und Peter, zwei erfahrenen Englischtrainern der in Canterbury beheimateten Organisation English in Action, ihre kommunikativen Fähigkeiten in der englischen Sprache auszubauen.

In ansprechender Art und Weise wurden Themen aus dem Businessbereich thematisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aufgefordert, in gemeinsamer Arbeit Lösungsstrategien zu diversen Fragestellungen zu entwickeln bzw. vorzustellen.

In einem abschließenden Wettbewerb wurden die besten Produktpräsentationen von einer Jury gekürt - die Vorstellung der Gewinner war souverän und beeindruckend!
Alles in allem eine sinnvolle Variante, die letzten Schultage zu verbringen, wobei auch das Feedback der Schülerinnen und Schüler durchwegs positiv ausfiel.
 

Toller Erfolg bei internationaler Sprachzertifikatsprüfung für Schülerinnen und Schüler der BHAK Hollabrunn



Englisch trägt heute als meistgesprochene Sprache der Welt hohe internationale Bedeutung - ihre Beherrschung ist in der heutigen Arbeitswelt ein Schlüssel zu beruflichem Erfolg.
Getragen von diesem Gedanken, absolvierten Schülerinnen und Schüler des vierten und fünften Jahrgangs der BHAK/BHAS Hollabrunn einen wöchentlichen Kurs als Freigegenstand zur Vorbereitung für die internationale Zertifikatsprüfung.
Das BEC (=Business English Certificate) Vantage-Zertifikat ist ein Cambridge-Zertifikat auf dem Niveau B2 mit lebenslanger Gültigkeit. Es wird von 12.000 Universitäten und Fachhochschulen anerkannt und weltweit bei einer großen Anzahl an Firmen als Nachweis guter Englischkenntnisse geschätzt.

Am 10. März 2017 war es dann so weit: Jan Kikavski, Andrea Pauritsch und Stefan Simanek bestanden mit Bravour und erreichten in einzelnen Teilfertigkeiten sogar das Spracheniveau C1.

"Durch BEC Vantage haben wir die Chance genutzt, unser wirtschaftliches Englisch unter Beweis zu stellen. Schriftlich sowie mündlich wurden unsere Kenntnisse abgefragt, wobei wir alle unser Bestes gaben, und schließlich auf B2 Niveau bestanden", berichteten die Kandidatin und Kandidaten.
Wir gratulieren unseren motivierten und fleißigen Schülerinnen und Schülern!
Von links Stefan Simanek, Andrea Pauritsch, Jan Kikavski und ihre Lehrerin Natascha Wild
 

Tschechisch Quiz



Die Tschechisch Schülerinnen und Schüler der BHAK Hollabrunn nahmen in diesem Schuljahr am Wettbewerb der Tschechischen Botschaft in Wien teil.
Das Quiz fand heuer zum zweiten Mal statt. Für alle 3-köpfigen Teams in der zweiten Alterskategorie waren drei Aufgaben vorbereitet. Ein Quiz, bei dem Fragen aus der tschechischen Kunst, Geschichte und Literatur zu beantworteten waren und zwei Texte verfassen. Warum lernst du Tschechisch? Und was haben Tschechien und Österreich gemeinsam?
 
Die unabhängige Jury (von der Wiener Uni und der Zeitung Standard) beurteilte alle Arbeiten und am Montag 13.2.2017 fuhren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern in die Tschechische Botschaft nach Wien. Sie wurden vom tschechischen Botschafter Ing. Jan Sechter und Vertreterinnen und Vertreter der Landesschulräte von NÖ und Wien und von Mitgliedern der Kreisregierung Südböhmens begrüßt.
 
Es freut uns sehr, dass das Team unserer Schule - Lena Kienast, Josehpine Bauer und Gordana Vidakovic den ersten Preis gewannen. Diese Schülerinnen erhielten einen 4-tägigen Aufenthalt in Tschechien.
 

Erinnern statt Vergessen - Schüler der HAK Hollabrunn besuchen das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz/Polen



Auschwitz in Polen - ein Ort des Grauens, des Terrors, ein Ort des mit Worten nicht zu beschreibenden Leids. Während der NS-Zeit war Auschwitz-Birkenau das größte deutsche Vernichtungslager. Mehr als 1,1 Millionen Juden, 70 000 Polen, 25 000 Roma und Sinti und rund 15 000 Kriegsgefangene wurden dort ermordet.

Unser Besuch in Auschwitz erstreckte sich über vier Tage. Einleitend bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Workshops selbstgewählte Schwerpunktthemen, die sie auf die Besichtigung des Stamm- und Vernichtungslagers vorbereiten sollten.
Anschließend fuhren wir nach Oswiecim, wo wir die einzige jüdische Synagoge besuchten, die heute nur noch als Museum dient. So erhielten die jungen Menschen einen Einblick in das jüdische Leben. Auch der alte jüdische Friedhof wurde besichtigt.

Am darauffolgenden Tag betraten die Schülerinnen und Schüler das Stammlager durch den berühmt-berüchtigten Torbogen "Arbeit macht frei" und besichtigten nach einer eindrucksvollen Führung durch das Stammlager Auschwitz 1 das Vernichtungslager Birkenau, in welchem die systematische Vernichtung von Juden durch die Nazis durchgeführt worden war. Nicht nur die Berge von Koffern der Ermordeten mit Namen und Alter machten die jugendlichen Besucher fassungslos, schon die ungeheure Größe des Lagers erschütterte sie. Der Weg über dieses riesige Gelände und die Besichtigung der erhaltenen Baracken sowie der Gaskammer-Ruinen hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Besonders anschaulich wurde das Schicksal der Inhaftierten bei einem Gespräch der Schüler mit dem polnischen Zeitzeugen Karol Tendera, einem heute 95 jährigen Überlebenden des KZ Auschwitz. Über mehrere Stunden erzählte er seine zutiefst berührende Geschichte und zeigte uns seine eintätowierte Häftlingsnummer, was das furchtbare Geschehen noch realer werden ließ. Herrn Tenderas Geschichte rief zahlreiche Fragen der Schülerinnen und Schüler hervor, die er sehr ausführlich und unermüdlich beantwortete. Der temperamentvolle ältere Herr zog die 40 jungen Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann seiner detailreichen Erzählung. Dabei verdeutlichte er den Jugendlichen immer wieder ihre zukünftigen Einflussmöglichkeiten in der Gesellschaft und konfrontierte sie mit manchmal überraschenden Lebensweisheiten.

Am Abend dieses langen Tages trafen wir zu einer Meditation zusammen, um unsere Eindrücke auszutauschen, zu besprechen und um das Erlebte nachzubesprechen.
Den Abschluss unserer Projektwoche bildete die Fahrt in die 60 km entfernten Stadt Krakau, wo die Schüler an einer Führung durch die Altstadt und das Judenviertel Kazimierz teilnahmen. Der Besuch dieser schönen Stadt an der Weichsel mit dem Wawelhügel, dem Königsschloss und der Kathedrale, dem Rynek mit den Tuchhallen und der Marienkirche mit dem berühmten Veit- Stoß-Altar war ein willkommenes Abwechslungsprogramm nach den anstrengenden und emotionalen Tagen.

Zurück in Hollabrunn waren sich die Schülerinnen und Schüler darüber einig, dass die Woche anstrengend und auch emotional belastend war, trotzdem sind alle froh, die Chance gehabt zu haben, persönliche Erfahrungen zu machen und aus dem Erlebten zu lernen.
Mag. Annemarie Bierbaumer
Die Schülerinnen und Schüler der BHAK Hollabrunn mit ihren Begleiterinnen und Begleitern und einem Zeitzeugen.
 

Sprachwoche Cambridge 2016



40 Schülerinnen und Schüler der 3. Jahrgänge der BHAK Hollabrunn verbrachten gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Dipl. Sptl. Elisabeth Bauer, Mag. Astrid Hösl und Mag. Barbara Manschein die letzte Schulwoche in Cambridge.

Nach der Anreise und dem Kennenlernen der Gastfamilien am Donnerstag startete am Freitag die Arbeit an den bereits zuvor gewählten Projektthemen. Die Themenbereiche waren sehr vielfältig und reichten von Trends im Tourismus über moderne Kommunikationsmittel bis zu Minderheiten und Rassismus. Neben der Projektarbeit in der Sprachschule setzten sich die Schülerinnen und Schüler auch bei Befragungen von Einwohnern Cambridges und bei Recherchen in der Bibliothek und im Internet mit dem gewählten Thema auseinander. Bei den abschließenden Präsentationen konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur zeigen, dass sie sich intensiv mit ihrem Projekt beschäftigt hatten, sondern auch ihre Kreativität und ihre sprachlichen Fähigkeiten beweisen.

Natürlich bestand die Sprachreise nicht nur aus der Arbeit an den Projektthemen. Am Wochenende standen Ausflüge nach Norwich und Great Yarmouth sowie nach London am Programm. Dort wurden zunächst einige Sehenswürdigkeiten gemeinsam besichtigt. Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die britische Hauptstadt selbständig zu erkunden. Zahlreiche Aktivitäten in Cambridge - von einer Stadtführung, der Besichtigung eines Colleges, Bowling, Kino, Konzerten lokaler Nachwuchsbands bis zum Bootsfahren auf dem Fluss "Cam" - rundeten das vielfältige Programm ab.

Spät abends kamen wir schließlich am vorletzten Schultag in Wien an. Dort wurden die meisten Schülerinnen und Schüler von ihren Familien abgeholt, einige fuhren noch gemeinsam mit den Begleitlehrerinnen mit einem Bus nach Hollabrunn. Damit ging eine interessante und abwechslungsreiche Sprachwoche zu Ende.
Die Gruppe mit ihren Lehrerinnen
 

Cannes/Côte d'Azur 24. - 29. Juni 2016



Vom 24. bis 29. Juni 2016 verbrachten 12 Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgänge der BHAK Hollabrunn mit Mag. Manuela Türk, VL Birgit Kaim und Mag. Gerhard Nahodil einige überaus interessante Tage bei herrlichem Wetter in Cannes, wo sie bei sehr netten, engagierten Gastfamilien untergebracht waren. Diese verwöhnten ihre Gäste mit lokalen Spezialitäten. Der eine oder die andere dürfte auch auf den Geschmack gekommen sein, was Muscheln und Austern betrifft…

Das reichhaltige Programm ließ die Zeit wie im Flug vergehen. Jeden Tag außer Sonntag gab es ca. 4 Stunden Unterricht am Vormittag durch Olivier, einen "native speaker" sowie Besichtigungen und Exkursionen am Nachmittag.
Das Festspielhaus (Palais des Festivals et des Congrès) am westlichen Ende der Prachtstraße La Croisette, ein von Palmen gesäumter Boulevard mit Hotelpalästen und Luxusgeschäften entlang des Meeres, der Besuch der Altstadt "Le Suquet", welche vom Mont Chevalier auf den Yachthafen hinunterblickt fanden ebenso großes Interesse wie die Rue Meynadier mit ihren zahlreichen Geschäften und Restaurants, um nur einige Sehenswürdigkeiten von Cannes zu erwähnen.
Eine Schifffahrt zur Île Ste-Marguerite mit einem botanischen Lehrpfad, dem Meeresmuseum und dem Fort Royal, das im 17. Jh. den "Mann mit der eisernen Maske" als Gefangenen beherbergte, gehört einfach zu einem Cannes-Besuch.
Ein Höhepunkt des Aufenthalts war eine Exkursion nach Monaco. Das Fürstentum der Grimaldis, einer der teuersten Wohnorte der Welt, ist u. a. bekannt durch das Kasino von Monte Carlo, diverse Luxusboutiquen (Bulgari, Dior, Hermès, etc.), das Ozeanographische Museum, 1910 von Albert I. einem Vorfahren des jetzigen Fürsten eingeweiht, den Exotischen Garten oder den Grand Prix. Leider wird hier wirklich jeder Quadratmeter verbaut und Wolkenkratzer reiht sich an Wolkenkratzer.

Ein Ausflug in das nahegelegene Antibes mit seiner romantischen Altstadt einerseits und den Luxusvillen andererseits rundeten den Aufenthalt an der Côte d‘Azur ab. Ein Teil der Festungsmauern, die einst die Altstadt schützten ist noch erhalten und die ehemalige Burg der Grimaldis beherbergt heute ein Picasso-Museum. Sehenswert ist auch der Port Vauban, benannt nach dem General und Festungsbaumeister Ludwigs XIV., mit seinen Luxusyachten am "Quai der Milliardäre".

Fast etwas wehmütig wurde am Morgen des 29. Juni die Heimreise angetreten.
 

Lehrerausflug nach VranovnadDyj mit Heurigenbesuch in Unternalb



Das Schloss Vranov steht an der Stelle einer landesfürstlichen Burg, die der Landesverteidigung gegenüber Österreich diente. Sie wurde von Herzog Břetislav I. errichtet und erstmals um das Jahr 1100 in der ChronicaBoemorum erwähnt.
Die Burg und die Herrschaft Vranovbefand sich seit 1323 im Besitz des Heinrich von Leipa und gelangte an die Herren von Lichtenburg, denen auch die benachbarten Burgen Vöttau undZornstein gehörten. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts war sie im Besitz von Arkleb von Boskowitz, Johann von Pernstein, Sidonius von Lomnitz, Wolf Kraiger von Kraigk sowie der Herren von Dietrichstein.
1614 wurden Burg und Herrschaft Frain von Wolf Dietrich von Althann erworben, dessen Besitzungen wegen seiner Beteiligung am Ständeaufstand nach der Schlacht am Weißen Berg vom Kaiser konfisziert wurden. Seit 1629 gehörten sie Johann Ernst von Scherfenberg und nach 1665 den Grafen Starhemberg. Unter ihnen wurde die Burg Frain nochmals baulich verändert.
1680 kauftder kaiserliche Geheimrat und Beisitzer des mährischen Landesgerichtes, Reichsgraf Michael Johann II. von Althann, die Burg Frain. Sein Ziel ist es, einen modernen, repräsentativen Herrensitz, entsprechend den veränderten Anforderungen der Zeit, zu errichten. Ausgesprochen glückliche Hand hat er bei der Bestellung des Baumeisters - einer der größten Persönlichkeiten des mitteleuropäischen Barocks, des jungen Hofarchitekten, Johann Bernhard Fischer von Erlach. Nach dessen Tod 1702 erbte sein Sohn Michael Hermann von Althann die Besitzungen, von dem sie 1722 auf seine Ehefrau Maria Anna geb. Pignatelli übergingen, die eine freundschaftliche Beziehung zum Kaiser Karl VI. unterhielt, welcher jedes Jahr im Mai das Schloss besuchte.
Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als (1774) der letzte Frainer Althann, Michael Josef, das Herrschaftsgut erbt, beginnt ein weiteres erwähnenswertes Kapitel in der Geschichte des Schlosses. In rascher Folge ließ er die Interieurs im ersten Obergeschoß durch bis heute erhaltene, künstlerisch außerordentlich gelungene Stuckarbeiten, Tapetenausschmückung und Wandmalereien verzieren, die sich zum Teil an der Grenze zwischen der spätbarocken und der barockromantischen kunstbildnerischen Auffassung bewegen, insbesondere aber unter dem Einfluss des sich durchsetzenden Klassizismus stehen. Die beiden Grundstücke am Ahnensaal werden terrassenartig gestaltet und mit durch die Antike inspirierten Triumphbögen mit den Büsten von Sokrates und Pallas Athena geschmückt.
Der Klassizismus hinterlässt Spuren nicht nur im Schloss, sondern auch in seiner Umgebung. Der böhmische Landesanwalt Joseph Hilgartner von Lilienborn, der die Domäne 1793 im Konkursverfahren erwirbt, knüpft nämlich an das ältere Werk an, das unter dem letzten Althanner begonnen wurde, und wendet sich der Gestaltung des Landschaftsparks zu . Der authentische Plan aus der Zeit vor zweihundert Jahren, der Züge der präromantischen, Rousseauschen Beziehung zur Natur trägt, dokumentiert anschaulich die damalige Lebensweise sowie das Vorhaben von Hilgartner von Lilienborn - gegliedertes, unregelmäßig bewaldetes Terrain mit einem Netz von Wanderwegen und Wasserläufen, ein kleiner antiker Tempel, Gartenlauben, künstliche Grotten, Steinbänke und kleine Blumengärten, eine Vielzahl von Statuen, ein See mit Wasserfall.
1799 gründete Josef Weiss eine Steingutmanufaktur in Frain.
Sie wurde 1816 von dem polnischen Aristokraten Stanis³aw Mniszek erworben, dem Frain seit Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte. Mniszek verbesserte in den nächsten Jahren die Produktionsmethoden und erweiterte das Sortiment der Manufaktur. Das ganze neunzehnte Jahrhundert, als das Schloss der polnischen aristokratischen Familie
Mniszek und nach dem Jahr 1876 der mit ihr verwandten Familie Stadnicky gehörte, brachte keine prinzipiellen Veränderungen in seiner Bauentwicklung. Erwähnenswert sind nur künstlerisch wertvolle Wandmalereien in den Interieurs des westlichen Flügels, die wahrscheinlich auf Wunsch des jungen Grafen Stanislaw Mniszek im Geiste der sog. spiritualen Alchimie ausgeführt wurden, also der überzeitlichen, durch die konventionelle Wissenschaft nicht erfassbaren und dank ihrem Wesen mystischen Lebensphilosophie.
Es werden in der Umgebung kleine Kapellen, Kreuze, Obelisken, Familientafeln errichtet, umfassende Fürsorge wird den Waldbeständen gewidmet.
Das Interesse der Schlossbesitzer orientiert sich aber auch auf das wirtschaftliche Leben des umliegenden Gebietes. Der Verdienst der Mniszek und Stadnicki beruht jedoch auch auf der außerordentlichen, bis zum gewissen Grad frankophil ausgerichteten Schlosskultur. Die große Bibliothek wird gegründet und laufend erweitert, sie zeugt vom feinen Stil der Besitzer. Direkt auf dem Schloss findet ein reges Theaterleben statt, die Mniszek sind leidenschaftliche und gute Komponisten, sie spielen Kammermusik. Musiker, Komponisten und Schauspieler aus den Wiener Theatern werden zu kurzen Aufenthalten und Auftritten nach Frain eingeladen. Diese kulturelle Atmosphäre zieht bekannte Schriftsteller wie beispielsweise den Nobel-Preisträger Henryk Sienkiewicz an.
Um das Jahr 1900 entwickelte sich Frain zu einem beliebten Ort für die Sommerfrische. So entstanden im Laufe der Jahre 170 Hotelzimmer und 200 Sommerwohnungen, fünf Tennisplätze, ein Flussbad, zwei Bäder am Stausee und viele Wanderwege.
Nach der interessanten Burgführung verlor die jugendliche Spitzengruppe leider einen Teil der älteren Mannschaft, was die Abfahrt zum Heurigen etwas verzögerte. Letztendlich konnte die Fahrt zur wohlverdienten Stärkung aber vollzählig und in guter Laune angetreten werden.
 

Berlin 4bck 9. bis 12. 10. 2012



Die 4bk und die 4ck der Bundeshandelsakademie Hollabrunn reisten anlässlich eines EU-Projektes am 9.10.2012 nach Berlin. Zum Programm gehörte ein Besuch des Reichstages, eine Führung durch das ehemalige STASI-Gefängnis Hohenschönhausen, Mauerführung per Fahrrad und jüdisches Museum waren Höhepunkte. Am Freitag Abend , den 12.10. landete die Klasse mit ihren Lehrerinnen Dipl. Sptl. Elisabeth Bauer und Mag. Susanne Frech und Mag. Alfred Vodicka wieder glücklich in Wien Schwechat.